

Rotkreuzschwester Bernadette Branse, langjährige Schulleiterin der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Bildungszentrum des Klinikums Stuttgart, ist am 01.10.2012 in die Freistellungsphase ihrer Altersteilzeit getreten.

Bernadette Branse (links) und Barbara Morlock-Schicks.
Frau Branse ist seit 30 Jahren Mitglied der Württembergischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz e. V. und hat sich zudem über zwei Jahrzehnte im Vorstand der Schwesternschaft engagiert.
1982 trat Frau Branse der Württembergischen Schwesternschaft bei und übernahm zunächst die Leitung der Krankenpflegeschule am Städtischen Krankenhaus in Sindelfingen. 1991 ging es nach Stuttgart, wo sie unter anderem die Schulleitung am Stuttgarter Katharinenhospital inne hatte. Seit 2007 schließlich war Frau Branse mit der Leitung der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Bildungszentrum des Klinikums Stuttgart betraut. Ihre Nachfolge als dortige Schulleiterin wird Frau Doris Reis antreten.
Mit dem Stuttgarter Katharinenhospital, heute Teil des Klinikums Stuttgart, verbindet die Württembergische Schwesternschaft eine über 100-jährige Partnerschaft. Noch heute zählt das Klinikum Stuttgart zu ihren größten Vertragspartnern. An der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am zugehörigen Bildungszentrum ist die Württembergische Schwesternschaft Ausbildungsträger.
Die heutige Schule ist durch die Zusammenführung der Krankenpflegeschule vom Bürgerhospital mit 110 Ausbildungsplätzen, der Krankenpflegeschule vom Katharinenhospital mit 150 Ausbildungsplätzen und der Krankenpflegeschule vom Krankenhaus Bad Cannstatt mit 60 Ausbildungsplätzen entstanden. Drei staatlich anerkannten Schulen mit jeweils eigener Schulkultur und eigener Ablauforganisation sind dabei in einem mehrjährigen Prozess zu einer Einheit zusammen gewachsen. Ein Prozess, den Bernadette Branse als einen der Höhepunkte und als die größte Herausforderung Ihrer Karriere sieht.
Auch die ursprünglich drei Pädagogenteams sind heute zu einem großen Team geworden. Und dieses Team steht für eine hohe Qualität in der Ausbildung: Um den Anforderungen nach streng wissenschaftsorientiertem Unterricht des Krankenpflegegesetzes von 2003 zu entsprechen, verfügen heute nahezu alle Pflegepädagoginnen und Pädagogen der Schule über einen entsprechenden akademischen Abschluss.
Und auch sonst engagiert sich die Schule in der stetigen Optimierung Ihrer Lehrangebote. Beispielsweise wurde den Anforderungen einer kompetenzorientierten Pflegeausbildung im "Lernort Praxis" mit der Entwicklung eines klinikumsübergreifenden und kompetenzorientierten Evaluationsbogen Rechnung getragen. Auch die Konzepte für Praxisbegleitung und Praxisanleitung wurden neu konzipiert, um nur einige Beispiele zu nennen.
Eine weitere Besonderheit der Schule: Seit 2010 ermöglicht die Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg die Belegung des ausbildungsbegleitenden Bachelor-Studiengangs "Angewandte Gesundheitswissenschaften".
Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege wurde geprägt von dem Innovationswillen, dem Qualitätsbewusstsein und dem großen Engagement von Bernadette Branse.
Wir bedanken uns bei Frau Branse für die vielen Jahre der vertrauensvollen Zusammenarbeit und das große Engagement, mit dem sie sich in die Württembergische Schwesternschaft eingebracht hat. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir Frau Branse alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
